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Geschäftsfähigkeit Demenz Hausverkauf: Wichtige Aspekte beim Immobilienverkauf

Geschäftsfähigkeit Demenz Hausverkauf

Geschäftsfähigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für den rechtswirksamen Abschluss von Geschäften und Verträgen. Bei einer Demenzerkrankung kann es jedoch zu Einschränkungen der Geschäftsfähigkeit kommen, was weitreichende Folgen für Betroffene und ihre Familien haben kann. Im Falle eines Hausverkaufs stellt sich oft die Frage, ob die betroffene Person noch in der Lage ist, die Bedeutung und Tragweite von Verträgen sowie Verkäufen und Käufen zu verstehen.

Eine eingeschränkte oder vollständige Geschäftsunfähigkeit aufgrund von Demenz führt zu besonderen Herausforderungen im Zusammenhang mit Immobilienverkäufen. Es ist daher von großer Bedeutung, die rechtlichen Grundlagen und den Umgang mit der Geschäftsfähigkeit im Kontext eines Hausverkaufs zu kennen. Um den Betroffenen und ihren Angehörigen bestmögliche Unterstützung und Beratung zu bieten, helfen wir von der Kanzlei Jönsson in allen Fragen des Erbrechts und informieren rund um das Thema Geschäftsfähigkeit, Demenz und Hausverkauf.

Das Wichtigste im Überblick

  • Geschäftsfähigkeit ist für rechtswirksame Vertragsabschlüsse zwingend erforderlich, bei Demenz kann sie eingeschränkt sein.
  • Die rechtlichen Grundlagen und Umgang mit Geschäftsfähigkeit bei Hausverkäufen sind wichtig.
  • Die Kanzlei Jönsson bietet unterstützende Beratung und Informationen im Bereich Erbrecht, Demenz und Immobilienverkauf.

Grundlagen der Geschäftsfähigkeit

Geschäftsfähigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit einer Person, rechtswirksame Handlungen und Verträge einzugehen. Personen, die geschäftsfähig sind, können eigenständig und rechtlich bindend Verträge schließen und Verpflichtungen eingehen. Um als geschäftsfähig zu gelten, muss eine Person die Bedeutung und Tragweite von Verträgen und geschäftlichen Handlungen verstehen.

Im Falle von Demenz kann die Geschäftsfähigkeit beeinträchtigt sein, da die betroffene Person möglicherweise die erforderliche Einsicht in die Tragweite ihres Handelns nicht mehr besitzt. Angehörige, die sich um den Hausverkauf für eine Person mit Demenz kümmern, sollten daher die rechtliche Bedeutung der Geschäftsfähigkeit im Zusammenhang mit Demenz-Erkrankungen berücksichtigen.

Altersgrenzen und Regelungen in Deutschland

In Deutschland ist die Geschäftsfähigkeit im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Demnach sind Personen ab dem 18. Lebensjahr voll geschäftsfähig, während Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig sind. Personen ab 7 Jahren können lediglich Rechtsgeschäfte eingehen, die lediglich rechtliche Vorteile verschaffen, also keine Verpflichtungen zur Folge haben.

Im Kontext der Demenz spielt das Alter und die gesetzlichen Altersgrenzen jedoch keine Rolle, da die Geschäftsfähigkeit in solchen Fällen hauptsächlich aufgrund der geistigen Verfassung der betroffenen Person beeinflusst wird. Das Grundgesetz in Deutschland schützt die freie Entfaltung der Persönlichkeit unabhängig von den geistigen oder körperlichen Fähigkeiten. Menschen mit Demenz haben daher das Recht, eigenständig Entscheidungen zu treffen, solange sie geistig dazu in der Lage sind.

Wenn Zweifel an der Geschäftsfähigkeit einer Person mit Demenz bestehen, kann das Betreuungsgericht involviert werden. Dieses kann die Geschäftsfähigkeit prüfen und gegebenenfalls einen gesetzlichen Vertreter bzw. Betreuer bestellen, der die Interessen der betroffenen Person vertritt.

Bei der Organisation der Geschäftsangelegenheiten für die betroffene Person ist es wichtig, rechtzeitig Informationen einzuholen und entsprechende Lösungen zu finden, um mögliche Probleme im Zusammenhang mit Geschäftsunfähigkeit und Demenz zu vermeiden. Wir unterstützen Sie in dieser schwierigen Situation und sorgen dafür, dass alle rechtlichen Schritte ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Demenz und Auswirkungen auf die Geschäftsfähigkeit

Die Diagnose einer Demenzerkrankung, wie beispielsweise Alzheimer, ist ein bedeutendes Ereignis für die Betroffenen und ihre Familien. In Deutschland sind die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wichtige Anlaufstellen für Informationen und Hilfe rund um das Thema Demenz.

Entscheidungsfähigkeit bei Demenz

Demenz kann das Urteilsvermögen und die freie Willensbestimmung beeinträchtigen, was die Geschäftsfähigkeit der betroffenen Personen in Frage stellt. Geschäftsunfähigkeit bei Demenz bedeutet, dass jemand möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, die Bedeutung und Tragweite von Entscheidungen, wie zum Beispiel dem Verkauf eines Hauses, einzuschätzen. Dies kann rechtliche Herausforderungen hinsichtlich des Hausverkaufs mit sich bringen.

  • Rechtlicher Betreuer: Im Falle einer eingeschränkten Geschäftsfähigkeit kann ein rechtlicher Betreuer für die betroffene Person bestellt werden, der die Entscheidungen im besten Interesse des Betroffenen trifft.
  • Einwilligungsvorbehalt: In einigen Fällen kann ein Einwilligungsvorbehalt angeordnet werden, um sicherzustellen, dass wichtige Entscheidungen nur mit Zustimmung des Betreuers getroffen werden.
  • Vollmacht: Eine rechtzeitig erteilte Vollmacht, zum Beispiel eine Vorsorgevollmacht, ermöglicht es einer Vertrauensperson, Entscheidungen für den Betroffenen zu treffen, wenn dieser nicht mehr dazu in der Lage ist.

Rechtliche Folgen und Schutz

Geschäftsunfähigkeit bei Demenz kann auch erhebliche Auswirkungen auf das Erbrecht haben, insbesondere im Hinblick auf die Nachfolgeplanung. Um sicherzustellen, dass die Wünsche des Betroffenen bezüglich der Vermögensverteilung respektiert werden und der Hausverkauf im rechtlich sicheren Rahmen abgewickelt wird, empfehlen wir, sich rechtzeitig an einen Anwalt wie uns zu wenden. Ein Anwalt kann bei der Erstellung von Testamenten und Vollmachten helfen, um das Vermögen und die Interessen des Betroffenen bestmöglich zu schützen.

Hausverkauf und rechtliche Betreuung

Der Immobilienverkauf bei Demenz kann für alle Beteiligten eine herausfordernde Angelegenheit sein. Wir von der Kanzlei Jönsson sind uns dieser Schwierigkeiten bewusst und bieten eine umfassende Unterstützung an, um die Interessen des Demenzerkrankten und seiner Familie zu wahren.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Vorsorgevollmacht. Diese ermöglicht es einer vertrauten Person, im Namen des Erkrankten Entscheidungen bezüglich des Hausverkaufs und der Vermögenssorge zu treffen. Wird keine formwirksame Vorsorgevollmacht erteilt, muss das Betreuungsgericht einen rechtlichen (Ergänzungs-)Betreuer bestellen. Dieser sucht dann nach der bestmöglichen Lösung im Sinne der betroffenen Person und ihrer Familie.

Rechtliche Schritte beim Hausverkauf

Bevor der Hausverkauf beginnen kann, müssen einige rechtliche Schritte unternommen werden:

  1. Notariell beglaubigte Vollmacht: Eine Vollmacht, die die Befugnisse erteilt, im Namen des Erkrankten eine Immobilie zu verkaufen, muss notariell beglaubigt sein.
  2. Maklervollmacht: Dieses Dokument erlaubt dem Immobilienmakler, den Hausverkauf im Namen des Erkrankten durchzuführen.
  3. Betreuungs- und Vorsorgevollmachten: Sollte der Demenzerkrankte nicht mehr in der Lage sein, eigenständig Entscheidungen zu treffen, müssen entsprechende Vollmachten vorliegen, um den Verkauf der Immobilie unkompliziert zu regeln.

Betreuung im Hausverkaufsprozess

Die rechtliche Betreuung von Demenzerkrankten beim Verkauf einer Immobilie soll die betroffene Person bestmöglich unterstützen und ihre Interessen schützen. Die Betreuung kann sowohl von einer vertrauten Person mit einer Vollmacht als auch von einem gesetzlich bestellten Betreuer übernommen werden.

Eine angemessene Betreuung umfasst beispielsweise:

  • Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Immobilienmakler
  • Die Bewertung der Immobilie und Festlegung eines angemessenen Angebotspreises
  • Die Organisation der Besichtigungstermine und -abläufe
  • Die Abwicklung und Unterzeichnung der Verträge

Unterstützungsangebot der Kanzlei Jönsson

Feststellung der Geschäftsfähigkeit

Bei der Kanzlei Jönsson sind wir spezialisiert auf das Erbrecht und die Fragen rund um das Thema Geschäftsfähigkeit bei Demenz und Hausverkauf. Im Falle von Demenz ist es wichtig, die Geschäftsfähigkeit einer betroffenen Person festzustellen, um rechtliche Probleme und Haftung bei Schäden zu vermeiden. Wir bieten rechtliche Vertretung und Beratung an und unterstützen unsere Mandanten dabei, das Betreuungsgericht einzuschalten, um die Geschäftsfähigkeit zu klären.

Begleitung des Verkaufsprozesses

Der Verkauf eines Hauses ist eine komplexe Angelegenheit, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Geschäftsfähigkeit. Unsere Kanzlei begleitet Sie während des gesamten Verkaufsprozesses und hilft Ihnen bei der Zusammenarbeit mit Maklern, der Abwicklung von Verträgen und der Einholung notwendiger Genehmigungen. Dabei legen wir besonderen Wert auf rechtliche Betreuung und Beratung.

Hier einige Leistungen, die unsere Kanzlei anbietet:

  • erb- und steuerrechtlich optimierte Verkaufsvertragserstellung und -prüfung
  • Beratung zu Schenkungen und steuerlichen Aspekten
  • Kommunikation mit allen beteiligten Parteien

Erstellung einer Vorsorgevollmacht

Die Einrichtung einer Vorsorgevollmacht ist eine wichtige Maßnahme, um sicherzustellen, dass die Interessen einer Person mit Demenz auch nach einem Verlust der Geschäftsfähigkeit gewahrt bleiben. Wir empfehlen unseren Mandanten, eine Vorsorgevollmacht einzurichten, während sie noch geschäftsfähig sind. So können wir Sie dabei unterstützen, eine vertrauenswürdige Person als Bevollmächtigte zu benennen, die im Falle der Geschäftsunfähigkeit Entscheidungen in Ihrem Namen treffen kann. Eine solche Vollmacht umfasst unter anderem die Bereiche:

  1. Finanzielle Angelegenheiten
  2. Medizinische Entscheidungen
  3. Betreuung und Pflege


Die Kanzlei Jönsson hat jahrelange praktische Erfahrung bei der Erstellung von Vorsorgevollmachten und der rechtlichen Betreuung bei Geschäftsunfähigkeit. Sprechen Sie uns an, um mehr zu erfahren und sicherzustellen, dass Ihre Interessen bei einem Verlust Ihrer Geschäftsfähigkeit gewahrt bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit einer Person, wirksam Verträge zu schließen und rechtlich bindende Entscheidungen zu treffen. Beim Hausverkauf ist dies essentiell, da der Verkäufer in der Lage sein muss, den Verkaufsvertrag rechtsgültig zu unterschreiben. Fehlt die Geschäftsfähigkeit, ist der Verkauf unwirksam.

Eine Person mit Demenz kann ein Haus verkaufen, sofern sie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geschäftsfähig ist. Dies hängt vom Grad der Demenz ab und ob sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen verstehen kann. Ist dies nicht der Fall, muss ein rechtlicher Vertreter oder Betreuer den Verkauf übernehmen.

Die Geschäftsfähigkeit wird in Zweifelsfällen durch ein ärztliches Gutachten festgestellt. Ein Gericht selbst kann die Geschäftsfähigkeit nicht direkt beurteilen, sondern allein, ob ein Vertrag wirksam geschlossen wurde, wobei es sich hierzu regelmäßig eines Sachverständigengutachtens bedient.

Es gibt keine verminderte Geschäftsfähigkeit, sodass man noch Geschäfte bis zu einem gewissen Grad an Komplexität vornehmen könnte. Es gibt nur Geschäftsfähigkeit oder Geschäftsunfähigkeit. Allein zum Schutze eines Minderjährigen gibt es die beschränkte Geschäftsfähigkeit, wonach unbedeutende Geschäfte möglich sind und im Übrigen die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter, in der Regel der Eltern, benötigen.

Ein Betreuer handelt im besten Interesse der Person mit Demenz, wenn diese nicht mehr selbst entscheiden kann, sog. Einwilligungsvorbehalt. Er ist gesetzlich befugt, im Namen der betreuten Person rechtliche Schritte, einschließlich des Verkaufs von Eigentum, zu unternehmen und muss dabei stets die Wünsche der betreuten Person berücksichtigen, soweit diese bekannt sind.

Es ist ratsam, frühzeitig rechtlichen Rat einzuholen und möglicherweise eine Vorsorgevollmacht zu erteilen, solange die Person noch voll geschäftsfähig ist. Ein Rechtsanwalt wie wir kann dabei helfen, alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um den Hausverkauf rechtskonform und im besten Interesse der betroffenen Person zu gestalten.