Nach § 312j Abs.3 BGB ist der Unternehmer verpflichtet, die Schaltfläche, mit der der Kunde seine Bestellung aufgibt, mit den Worten „zahlungspflichtig bestellen“ oder ähnlich verbindlich zu beschriften. In der Rechtsprechung ist die alternative Beschriftung „Kaufen“ als gesetzeskonform anerkannt, nicht hingegen die Beschriftung „Bestellen“.

Sinnvoll ist die Buttonlösung auf jeden Fall, um dem Verbraucher klar vor Augen zu führen, dass sein Mausklick rechtliche Folgen hat. Sie schützt damit auch Unternehmer vor irrtümlichen und halbherzigen Bestellungen, die letztlich widerrufen werden und nur Kosten verursachen. Diesen Zweck vermag die vorgeschlagene Beschriftung zu erfüllen.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Beschriftung „zahlungspflichtig bestellen“ nicht im Widerspruch zur Wirklichkeit steht, in der der Kunde regelmäßig gar nicht zahlungspflichtig bestellt, sondern nur ein Angebot abgibt, er wolle bestimmte Dinge kaufen. Solange der Unternehmer dieses Angebot nicht annimmt, gibt es keinen Vertrag und ohne Vertrag gibt es auch keine Zahlungspflicht für den Kunden. Deshalb ist auch eine Klausel in den AGB unwirksam, mit der der Kunde verpflichtet werden soll, eine Zahlung vor Vertragsschluss zu leisten. Man könnte sich sogar auf den Standpunkt stellen, dass der Kunde noch nicht einmal einen Rückzahlungsanspruch hat, weil er gezahlt hat, obwohl es keinen Vertrag gibt. § 814 BGB stützt diese Sichtweise.